Schon vor ca. 10.000 Jahren bauten die Menschen Getreide an. Zuerst wurde es nur mit Wasser vermischt und so gegessen, doch vor etwa 6000 Jahren kam dieser Brei einmal aus Versehen auf einen heißen Stein und wurde nach einiger Zeit fest. So kam man darauf, Brot in der Asche oder auf heißen Steinen zu backen und das Fladenbrot entstand. Man musste es jedoch essen, solange es heiß war, denn im kalten Zustand wurde es steinhart.
Später baute man die ersten Backöfen und verwendetet zusätzlich zum Getreide Hefe. In den Backöfen konnte man aufgrund der gleichmäßigen Hitzeverteilung rundes Brot backen. Die Hefe brachte das Brot zum Aufquellen, wodurch es schmackhafter wurde als das ursprüngliche Getreidebrot. Noch vor dem zweiten Weltkrieg war es ein Luxus, einen Backofen im Haus zu haben. Oft gab es in pro Dorf (also ca. pro 100-200 Menschen) nur einen Backofen und es war üblich, vorbereiteten Teig einem Bäcker zum Backen zu geben.
Heute hat jedes Haus einen oder mehrere Backöfen und es gibt zahlreiche Bäckereien. Im Supermarkt findet man viele Backmischungen und es gibt hunderte von verschiedenen Kuchen- und Plätzchenrezepten. Brot zählt zu einem der Hauptnahrungsmittel und Kuchen wird täglich gegessen. Zu Festen gibt es traditionelle Kuchenarten, wie zum Beispiel den Christstollen zu Weihnachten.
Die einst eher seltenen Backprodukte sind zur Selbstverständlichkeit geworden.